Earth Day

Global denken, lokal handeln

Am 22. April ist Earth Day. Weltweit feiern Menschen den Tag der Erde mit vielfältigen Aktionen zum Klimaschutz. Auch Unternehmen können eine Menge für das Klima tun, schon mit kleinen Maßnahmen. Stefan Albert und Sophia Hatzelmann, Geschäftsführer der ahc GmbH, geben einen Einblick in ihre bisherigen Erfahrungen, getreu dem Motto des diesjährigen Earth Days: „Global denken, lokal handeln“.

Wie wichtig ist euch Klimaschutz?

Stefan: Sehr, sowohl für uns als Privatperson, aber auch für uns als Unternehmer. Die Auswirkungen der Klimakrise werden, global betrachtet, immer bedrohlicher: In Australien hat wochenlanger Regen zu verheerenden Überschwemmungen geführt. In Kenia herrscht derzeit die schlimmste Dürre seit 40 Jahren und auch die Umweltverschmutzung schreitet voran. Unser Plastikmüll hat längst alle Lebensräume der Arktis erreicht. Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte internationale Studie des Alfred-Wegener-Instituts.

Aber so weit in die Ferne müssen wir gar nicht schauen, um uns den Ernst der Lage vor Augen zu halten. Erinnern wir uns nur an die Flutkatastrophe im Ahrtal letztes Jahr. Sie hat uns in Deutschland die verheerenden Folgen der Klimakrise direkt spüren lassen.

Sophia: Und mit solchen Extremwetter-Ereignissen müssen wir leider, so die Prognosen, immer häufiger rechnen.

Unsere Umwelt ist unsere Lebensgrundlage. Wir müssen sie erhalten, für uns und nachfolgende Generationen. Klimaschutz ist ein globales Thema, das uns alle betrifft. Ob Privatperson, Gesellschaft oder Unternehmen – jeder noch so kleine Schritt zählt. Umweltbewusstes Handeln ist uns nicht nur ein persönliches, sondern auch unternehmerisches Anliegen.

Wie sieht das bei ahc aus? Könnt ihr einige Beispiele nennen?

Stefan: Zum Beispiel das papierlose Büro, auf das wir schon lange umgestellt haben. Dadurch sparen wir als Unternehmen Kosten und schonen Ressourcen. Für uns war die Umstellung zudem ein wichtiger Schritt in Richtung hybrides Arbeiten. Als Experten*innen für Projektmanagement arbeiten wir ortsunabhängig, viel remote. Dieses Zusammenarbeitsmodell kann nur durch entsprechende Technologien wie cloud-basierte Lösungen funktionieren. Kollaborationsplattformen wie Microsoft Teams unterstützen uns dabei, Reisekosten zu sparen und unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.

Sophia: Das ist nur ein kleines, simples Beispiel, welches dennoch zeigt, dass sich Digitalisierung und Nachhaltigkeit sehr gut miteinander kombinieren lassen. Ich bin der Meinung, dass in vielen Unternehmen ungenutzte Nachhaltigkeitspotenziale schlummern, im Kleinen, aber auch im Großen.

Und insbesondere bei Letzterem kann Künstliche Intelligenz helfen. Die Anwendungsgebiete sind vielfältig. KI-Lösungen können beispielsweise auf Basis von Umgebungsdaten die Sonneneinstrahlung für ein Gebäude berechnen, wodurch sich wiederum das Heizverhalten proaktiv und energieschonend steuern lässt. KI kann Antworten auf Fragen geben wie, welche Baumart angepflanzt werden sollte, um Wälder an den Klimawandel anzupassen. Und KI-gestützte Berechnungen sind auch Basis für eine nachhaltige Supply Chain. Solche Prognosen sind wertvoll, um Energie und Ressourcen zu sparen und klimaschädliche Emissionen zu vermeiden.

Wir müssen uns von dieser oft tief verankerten „Wegwerf-Mentalität“ verabschieden. Unsere Ressourcen sind endlich. Umso wichtiger ist es, sie effizient zu nutzen. Das setzt aber auch ein Umdenken in Unternehmen voraus.

Was braucht es eurer Meinung nach für dieses Umdenken? Was könnt ihr anderen Unternehmen empfehlen?

Stefan: Ein Angebot an entsprechenden Maßnahmen ist Voraussetzung. Um einige Impulse zu geben: Neben dem papierlosen Büro haben wir uns zum Beispiel bewusst dafür entschieden auf nachhaltige Werbeartikel zu setzen. Im Büroalltag greifen wir oft nach Verpackungen, die schnell wieder im Müll landen: Coffee-to-go-Becher, Einwegflaschen, etc. Das ist Abfall, der vermieden werden kann. Wir stellen unseren Mitarbeitenden unter anderem eine ahc Mehrweg-Trinkflasche zur Verfügung.

Wir bieten außerdem nachhaltige Mobilitätskonzepte an wie zum Beispiel die Möglichkeit eines Jobrad-Leasings. Für Geschäftsreisen nutzen wir, wo immer möglich, die Bahn, und auch hybrides Arbeiten ist fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. All das sind Angebote, die wir als ahc, unseren Mitarbeitenden machen und dadurch umweltbewusstes Handeln unterstützen …

Sophia: … und in den Fokus rücken, ein Bewusstsein dafür schaffen. Vorbilder, die umweltbewusstes Handeln leben, und Kolleg*innen dazu motivieren ist auch ein ganz entscheidender Punkt, um ein Umdenken einzuleiten.

Hier kann man ebenfalls schon mit kleinen, lokalen Maßnahmen einiges erreichen, angefangen bei dem Licht ausschalten, wenn man das Büro verlässt bis hin zu einem umweltbewussten Lüftverhalten, vor allem in den Heizperioden. Auch dadurch kann man CO2 einsparen. Kurzum: Klimaschutz lässt sich bereits mit kleinen Dingen im Arbeitsalltag umsetzen. Man muss nur irgendwo starten.