Praxisluft „remote“ schnuppern

Martin Fleischmann vor der Napier University in Edinburgh

Einfach machen

Wer neben seinem Studium Praxiserfahrungen sammeln möchte, der hat verschiedene Möglichkeiten dazu: Über freiwillige Praktika oder Werkstudententätigkeiten können Studierende hinein schnuppern in die Arbeitswelt.

Martin Fleischmann, Student an der International School of Management (ISM), macht derzeit ein Auslandssemester in Edinburgh, Schottland. Von der Insel aus unterstützt er als Werkstudent die Stuttgarter Experten*innen für Projektmanagement. Was er Studierenden in Sachen Praktikum oder Werkstudententätigkeit rät: Einfach machen!

Martin, seit wann bist du bei der ahc GmbH dabei?

Seit Juli 2021. Ich habe letztes Jahr ein dreimonatiges Praktikum in den Bereichen Vertrieb, Marketing und HR bei ahc absolviert. Das war ein Pflichtpraktikum im Rahmen meines dualen Bachelor Studiums „International Management“ an der ISM, aus dem dann eine Werkstudententätigkeit entstanden ist.

Wie bist du denn auf die ahc GmbH aufmerksam geworden?

Über mein Netzwerk. Ich habe eher zufällig mit einer Bekannten über mein anstehendes Pflichtpraktikum gesprochen. Aufgrund der Pandemie gab es, zumindest letztes Jahr, deutlich weniger Angebote und es war sehr schwierig, einen Platz zu finden. Ich denke, dass Studierende im Homeoffice Unternehmen noch einmal vor eine ganz andere Herausforderung stellen. Studenten brauchen mehr Betreuung und remote ist dieser Aufwand natürlich noch einmal viel höher. Dadurch entsteht ein anderer Arbeitsalltag, den beide, sowohl die Firma als auch der Studierende, bereit sein müssen, gemeinsam zu meistern. Meine Bekannte war sich sicher, dass ahc diese Herausforderung annimmt. Daraufhin hat sie den Kontakt zu Sophia Hatzelmann, Geschäftsführerin, hergestellt. Und ich kann sagen: Für mich ist ahc ein absoluter Glücksgriff.

Wieso?

Das hat mehrere Gründe. Schon im Bewerbungsgespräch hatte ich einen sehr guten Eindruck von der Firma. Die Atmosphäre war sehr offen, wertschätzend und freundlich. Als ich dann mit meinem Praktikum gestartet bin, hat es mich positiv überrascht, wie familiär das Arbeitsklima ist. Ob als Praktikant oder Werkstudent, ich wurde und werde in jegliche Teamaktivitäten eingebunden.

Neben dem Arbeitsklima sind es auch meine Aufgaben, die mir sehr gefallen. Vor allem der Bereich Marketing hat mich positiv überrascht. Die theoretischen Inhalte im Studium fand ich persönlich nicht so spannend. In der Praxis dagegen sieht es komplett anders aus. Employer Branding macht mir großen Spaß.

Egal ob im Vertrieb, Marketing oder im Bereich HR – ich kann Anregungen und Ideen einbringen, die auch gehört und zum größten Teil umgesetzt werden. Dadurch fühle ich mich als Teil der Firma, auch wenn ich gerade über 1.500 Kilometer entfernt bin.

Du absolvierst gerade ein Auslandssemester in Edinburgh, Schottland. Was gefällt dir besonders an der Stadt? Und lässt sich deine Werkstudententätigkeit problemlos von Schottland aus weiterführen?

Zuallererst: Das Wetter ist nicht so schlecht, wie viele immer sagen. Ich bin seit Mitte Januar hier und wir hatten schon viele schöne Tage. lacht

Der Ausblick auf Edinburgh

Ich mag die Pubs in der Altstadt total gerne. Auch der Craiglockhart Campus der Napier University ist richtig schön. Das sogenannte „Ei“ verbindet den neuen mit dem alten Teil der Uni. Von hier aus hat man einen tollen Blick über ganz Edinburgh.

Für mich ist Edinburgh der freundlichste Ort, an dem ich jemals war. Die Menschen hier bedanken sich zum Beispiel beim Busfahrer trotz Verspätung. Diese ehrliche Freundlichkeit hat mich sehr beeindruckt.

Von hier aus als Werkstundet für ahc zu arbeiten, ist problemlos möglich. In einem wöchentlichen Team-Call besprechen wir die für den Tag anstehenden Aufgaben, die ich dann selbstständig umsetze. Der einzige Knackpunkt: Ich muss die Kollegen*innen manchmal an die Zeitverschiebung erinnern. grinst

Hättest du dir zu Beginn deines Praktikums bei ahc träumen lassen, dass du rund ein halbes Jahr später als Werkstudent von Schottland aus arbeitest?

Der Sligachan River, über den die Sligachan Old Bridge führt

Ganz ehrlich: Nein. Vor allem nicht bei einem kleinen/mittelständischen Unternehmen. Ich glaube, dass Studierende und auch Berufseinsteiger*innen den Mittelstand in einigen Sachen wie beispielsweise flexibles Arbeiten unterschätzen.

Als Werkstudent weiterzuarbeiten, ist für mich super. So kann ich meine Praxiserfahrungen weiter ausbauen und zusätzlich nebenbei noch etwas Geld verdienen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Geschäftsführern Sophia Hatzelmann und Stefan Albert ganz herzlich für diese Möglichkeit bedanken. Von meinen Kommilitonen*innen weiß ich, dass das nicht selbstverständlich ist.

Hast du abschließend noch einen Tipp für Studierende, die mit dem Gedanken spielen ein Praktikum zu machen oder als Werkstudent*in zu arbeiten?

Einfach machen! Sucht euch einen Praktikums- oder Werkstudentenplatz. Sammelt bereits während des Studiums so viel Praxiserfahrung wie nur möglich. Nur so kann man auch herausfinden, was einem Spaß macht. Im Projektmanagement tätig zu sein, ist zum Beispiel etwas, was ich mir sehr gut vorstellen kann. Vor ahc hatte ich den Beruf des Projektmanagers überhaupt nicht im Kopf. Deshalb: Probiert euch aus, knüpft Kontakte und baut euch schon während des Studiums ein Netzwerk auf. Das wird es auf jeden Fall einfacher machen, nach Abschluss des Studiums einen Job zu finden.

Vielen Dank, Martin, für das Interview. Genieße noch die Zeit in Schottland.