Schule aus und ab vor den Laptop

Mit 15 schon Junior Software Developer

Nach Englisch, Mathe & Co. klappt er den Laptop auf, allerdings nicht, um Fortnite, Minecraft oder League of Legends zu zocken. Dominik Korolko ist gerade einmal 15 Jahre alt und unterstützt die ahc GmbH als Junior Software Developer in Sachen Python-Programmierung aus seinem Homeoffice in Niedersachsen. Wie er zu diesem Mini-Job kam? Mit ganz viel Eigeninitiative, einem professionellen Auftreten und großer Leidenschaft fürs Coden.

Wie bist du auf ahc aufmerksam geworden?

Über LinkedIn. Ich habe mich dort nach Jobs im Bereich Python-Programmierung umgesehen. Bei meiner Recherche bin ich auf eine Stellenanzeige von ahc gestoßen: „Python Backend Developer“. Zwar nicht genau das, wonach ich gesucht habe, dennoch fand ich den Job sehr ansprechend. Ich dachte gleich, da bewerbe ich mich einfach mal initiativ.

Was genau hat dein Interesse geweckt?

Die Kurzbeschreibung des Unternehmens hat mir gut gefallen: flache Hierarchien, ein junges Team und eine freundliche, familiäre Atmosphäre. Das sind Dinge, die mir sehr wichtig sind. In meinen zwei Vorstellungsgesprächen durfte ich diese Atmosphäre schon einmal erleben. Ich habe sogar in meinem Bewerbungsgespräch einen der Geschäftsführer kennengelernt, als Mini-Jobber! Wo bitte bekommt man diese Möglichkeit?

Da hast du Recht. Das ist nicht so üblich. Wir haben einen mehrstufigen Bewerbungsprozess, der immer mit einem Interview mit unserer Geschäftsführung endet, ganz gleich ob Praktikant*in oder Senior Berater*in. Das ist einerseits sehr aufwendig, vor allem mit Blick auf unser Wachstum, andererseits bieten wir nur so unseren Kunden handverlesene und kompetente Projektmanager*innen.

Auch unser IT-Team wächst und du bist ein Teil davon. Was genau machst du dort?

Als Python-Entwickler unterstütze ich bei der Erstellung eines webbasierten Tools. Mir ist es wichtig, den kompletten Entwicklungsprozess mitzubekommen, nicht nur einzelne Teilbereiche. Genau diesen Einblick bekomme ich hier. Es ist spannend zu sehen, wie in einem großen Projekt die einzelnen Codeteile miteinander zusammenarbeiten und als Ganzes funktionieren. Das ist schon sehr cool! Zuvor habe ich nur an kleineren Projekten gearbeitet.

Wie zum Beispiel?

Die App "Song Generator"

Dominiks App "Song Generator" steht im Google Play Store zum Download zur Verfügung.

Meiner App, dem Song Generator. Ich spiele in meiner Freizeit gerne Klavier. Aber immer dieselben Lieder hintereinander zu spielen, das wird auf Dauer langweilig. Dennoch möchte ich sie regelmäßig üben, damit ich sie nicht verlerne. Aus dieser Situation heraus entstand meine Idee für den Song Generator. Ich füge meine Lieder ganz einfach in der App hinzu und überlasse ihr die Zusammenstellung der Liedabfolge. Das passiert zufällig, bringt Abwechslung und ich bleibe in Übung.

Cool! Wann und wie hast du dir deine Programmier-Skills angeeignet?

Als ich zehn Jahre alt war hat mir mein Vater ein Buch geschenkt: „HTML und CSS für Kids“. Ich habe einen älteren Laptop bekommen, mich hingesetzt und das Buch durchgearbeitet. Ich fand es total cool, eigene Websiten zu erstellen. Das war mein Einstieg in die Programmierwelt.

Rund drei Jahre später gab es dann an meiner Schule das Angebot, im Rahmen eines freiwilligen Nachmittagsunterrichts, eine Python-Schulung zu besuchen. Python ist eine moderne, neue Programmiersprache, die sehr anfängerfreundlich ist. Ich habe mich gleich sofort für den Kurs angemeldet und so Schritt für Schritt mein Wissen aufgebaut.

… welches du jetzt bei uns einbringst. Ist der Mini-Job für dich neben der Schule her gut umsetzbar?

Absolut. Ich kann meine Arbeitszeiten flexibel einteilen. Das ist super. In der Schulzeit arbeite ich nachmittags nach dem Unterricht für beispielsweise zwei Stunden. Sollte ich vor Klassenarbeiten aber zum Beispiel einmal mehr Zeit zum Lernen brauchen, kann ich die Arbeitsstunden in den Ferien nachholen.

Und wie gefällt es dir bisher? Macht dir der Job Spaß?

Mir gefällt es sehr gut. Ich freue mich schon tagsüber darauf, nach der Schule arbeiten zu dürfen. Vor allem ist es echt cool zu sehen, dass das, was ich bisher gelernt habe, auch in der Praxis Umsetzung findet. Und ausreichend Zeit bleibt trotz Job immer noch für Computerspiele und sonstiges.

Was möchtest du nach der Schule machen?

Ich möchte auf jeden Fall beim Programmieren bleiben. Denn Programmieren ist nicht nur etwas, was mir in meiner Freizeit Spaß macht, sondern auch etwas, womit ich mir vorstellen kann, meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Deshalb ist es mein Plan, nach dem Abitur zu studieren, vielleicht dual, um dann anschließend als Softwareentwickler durchzustarten.

Das klingt nach einem guten Plan, lieber Dominik. Wir freuen uns sehr, dass du Teil unseres Teams bist und wir dich auf deiner Reise ein Stück begleiten dürfen.